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Projektmanagement mit der Projectplace iPhone-App

[Trigami-Review]

Wer meinen Twitter- oder Facebook-Account verfolgt, der weiß eventuell, dass ich vor 1,5 Monaten meinen ersten richtigen Job angefangen habe, in Vollzeit quasi. Viel berichte ich (noch) nicht, denn schließlich muss ich mich noch an Umgebung und Bürozeiten gewöhnen. Das wird sich in den folgenden Wochen aber ändern (der rettende Internet-Mann kommt schon bald) und Deja Entendu wird E.N.D.L.I.C.H. wieder mit Inhalt gefüllt. Aber bleiben wir beim Thema Business: Ein Job in der PR-Branche verlangt natürlich ordentliche Tools. Der Markt atmet Luft schnell aus und ein und so ist es wichtig, sich hin und wieder mit diversen Lösungen für die unterschiedlichen Berufsbereiche auseinanderzusetzen. Monitoring-Programme gibt es wie Sand am Meer und auch die klassische To Do-Liste auf einem gelben Post-It hat mittlerweile schon unendlich viele digitale Versionen gesehen.

Da ich neben meines neuen PR-Jobs auch mit einem kleinen Team mal mehr und mal weniger fleißig für Zockwork Orange (weiter ZwO genannt) schreibe und außerdem mit meinem iPhone verheiratet bin, lag es nahe, die Projektplanungs-App Projectplace für das iPhone zu testen. Ich werde hier also unterscheiden zwischen privatem/non-kommerziellem Gebrauch und geschäftlichem/kommerziellem Gebrauch, so dass ihr euch selbst das für euch passende Fazit heraussuchen könnt.

Die für die App verantwortliche Firma setzt auf Telling Names: Mit Projectplace lassen sich Projekte verwalten. Klingt simpel, ist aber weitaus komplexer als gedacht. Bevor die App benutzt werden kann, braucht ihr einen Account auf der Weboberfläche von Projectplace. Dort findet ihr umfangreiche Funktionen, die man von einem Planungstool erwartet: Ihr könnt eurem Projekt wichtige Zwischensteps verpassen, Projektdokumente verschiedener Formate übersichtlich sammeln und mit euren Kollegen teilen, Meetings mit zu besprechenden Punkten anlegen, euren Kalender einsehen und ausdrucken und To Do-Listen anlegen. Nahezu jede einzelne Änderung ist einsehbar und kann von Kollegen kommentiert werden.

Aber das ist längst noch nicht alles. Die Software für webbasierte Projekt- und Teamarbeit lässt keine Wünsche offen und bietet auch eine Zeiterfassungs-Option, eine in Excel exportierbare Kosten-Übersicht, Login-Protokolle für das gesamte Team und ein ausgereiftes Benachrichtigungs-System per Mail, das die Projektteilnehmer auf dem Laufenden hält und Termine als .ics für den digitalen Desktop-Kalender verschickt.

Passend zum Projektmanagement-Tool gibt es auch die Projectplace iPhone-App, die ich hier noch kurz beleuchten möchte:

Das Interface der App ist sehr übersichtlich und schlicht und macht auf den typischen Business-Anwender daher sicherlich auch einen guten Eindruck. Mein optischer Ersteindruck ist ebenfalls sehr gut, was primär an der überwiegend sinnvollen Aufteilung des Menüs liegt. Von der App aus darf der Nutzer auf die To Do-Liste zugreifen, den Projektstatus erfahren, hinterlegte Dokumente und Kontaktdaten von Mitarbeitern einsehen und mit ihnen über die Chat-Funktion kommunizieren. Jede Neuerung der Kollegen kann via Push Notifications auf den Lock-Screen des iPhones gepusht werden, so dass man keine wichtigen Details im Projekt verpasst.

Doch die suggerierte Ordnung der App verfliegt leider schnell wieder, sobald der Nutzer eine Ebene tiefer in die App einsteigt: Der eingebettete Projekt-Chat wirkt unaufgeräumt, die Dokumentensuche hätte leicht in die Dokumentenübersicht eingebaut werden können und verschenkt so einen Menüplatz, der sinnvoll mit anderen Funktionen hätte ausgestattet werden können, und die Hauptfunktionen der App verwenden eine partielle Webansicht des Kernprogramms statt eine maßgeschneiderte iPhone-Lösung zu bieten. Ständiges Scrollen und Zoomen, sowie ein fehlender Zurück-Button (Es gibt nur den Zurück-Button, der den Nutzer zurück ins Menü befördert, nicht aber den, der innerhalb der Funktion einen Gang zurück schaltet.) können dem gestressten Nutzer binnen kurzer Zeit zur Last werden.

Fazit: Ich halte Projectplace für ein sinnvolles Programm mit vielen brauchbaren Funktionen. Sowohl auf privater als auch auf professioneller Ebene bietet die Projektmanagement-Software einen sinnvollen Mehrwert. Leider leidet die zugehörige iPhone-App noch unter einigen Schönheitsfehlern, die eventuell in zukünftigen Versionen verbessert werden könnten. Der Firma, bei der ich jetzt arbeite, werde ich Projectplace eventuell ans Herz legen. Allerdings sehe ich die Software in einem großen Unternehmen, das wenig Kommunikationsmöglichkeit bietet, besser aufgehoben. Als unpraktisch sehe ich allerdings an, dass in vielen Unternehmen das Business-Telefon BlackBerry statt des iPhones verwendet wird. Hier ist also definitiv noch Nachholbedarf von Entwicklerseite vorhanden.

Für den privaten Gebrauch lohnt sich der jährliche Betrag für Projectplace von etwa €240 nicht. Zwar bietet das Programm einige Vorteile, die sich effizient nutzen lassen, wenn alle Projektteilnehmer über ein iPhone verfügen würden, doch eignen sich für den non-kommerziellen Gebrauch Open-Source-Produkte weitaus besser. Wem das allerdings nicht reicht und wer ein paar Moneten zu viel hat, dem ist mit Projectplace vielleicht geholfen. Wer sich unschlüssig ist, testet das Programm 30 Tage lang kostenlos und bildet sich seine eigene Meinung.

Meine Meinung ist: Private (probably) No, Business (mostly) Go!

Die webbasierte Software Projectplace 30 Tage lang kostenlos testen

Projectplace-App kostenlos herunterladen (Registrierung erforderlich!)

Und zum guten Abschluss findet ihr hier noch ein paar bewegte Bilder zur Projectplace-App.


Kategorie: Work

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ABOUT ME

Profilbild Kristin, 25 Jahre jung, aufgewachsen im Sauerland, jetzt wohnhaft in Hamburg. // PR-Frau, Bloggerin, Gamer Girl, Musikerin, Serien-Freund, Kunst-Liebhaberin, Geek, Bücher-Fan, verliebt, besessen von Portland, OR und Fallout. Ich blogge über alles, was mir in den Sinn kommt und irgendwie mit Kultur zu tun hat, manchmal aber auch über wirren und unwichtigen Mist. Mehr über mich gibt's auf der About Me-Seite.

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