Mar 19, 2011
Projekt Hörsturz – Runde 41

Immer noch keine Wohnung, immer noch keine Zeit für Blogartikel. Eigentlich auch keine Zeit für’s Projekt, aber ich hab ja schon irgendwie Lust drauf, mich euren verkorksten Geschmäckern zu widmen. Diesmal gibt’s auch ein paar Neuerungen. Wir bewerten ab sofort auf einer 10er-Skala, statt wie gehabt auf der 5er-Skala.
PS: Eine unerwartet starke Runde, das freut mein Herz.
Here we go:
The Thermals – I Don’t Believe You
(von JuliaL49) The Thermals gehören für mich definitiv zu den besten Indie-Bands da draußen. Die Band hat einfach Drive und tolle Melodien. Und die fantastische Carrie Brownstein von Sleater-Kinney und aus Portlandia im Video. 8/10
Mona – Listen To Your Love
(von Nummer Neun) Waren mir bisher unbekannt. Ich traue dem Song zu, ein Sommerhit zu werden. Er verbreitet nämlich richtig viel gute Laune, das Gefühl, tanzen zu müssen und die Sonne in sich aufsaugen zu wollen. Das gefällt mir ja prinzipiell immer. Besonders aufgrund des Refrains: 8/10
Buzzcocks – Ever Fallen In Love (With Some You Shouldn’t)
(von maloney8032) Klassiker. Und glücklicherweise einer der Klassiker, die zur guten Seite der Macht gehören. Ever Fallen in Love macht einfach Spaß und hat mindestens genauso viel Sommer-Potential wie die beiden Songs zuvor. 8/10
The Phoenix Foundation – Bitte Bitte
(von Graval) Klingt ein bisschen nach ‘Ich bin ein Cowboy und reite quer durch Amerika’. Potential ist da, aber es bleibt leider durchweg etwas langweilig und das gewisse Etwas, das mich überzeugen kann, fehlt. 5/10
Okkervil River – Lost Coastlines
(von Mausz) Ich mag Okkervil River. Okkervil River können für mich das verkörpern, was Conor Oberst mit den Bright Eyes gerne wäre und aufgrund seines fast immer einschläfernden Songwritings erfolglos versucht. Für For Real oder John Allyn Smith Sails hätte es noch mehr Punkte gegeben. 7/10
In Extremo – Der Rattenfänger
(von Onkelosi) Dudelsäcke sind ein Instrument, was sich nicht sehr gut mit Musik verträgt. Textlich und musikalisch gefällt mir die Band auch nicht. Aber ist ja eh wieder ein Troll-Beitrag von unserem Lieblingskandidaten. 0/10
Cave In – In the Stream of Commerce
(von mir) Ein toller Song einer der besten Bands, oder besser: eines der besten Künstler der letzten 10 Jahre. Egal welche Richtung Stephen Brodsky einschlägt, es funktioniert und hat immer seinen ganz eigenen Charme. In The Stream of Commerce ist so wunderschön intensiv und stark, dass er mich zum lachen, weinen und tanzen bringen kann. Zeitgleich. 9/10
Sublime – Santeria
(von Freddi) Einer dieser Songs aus meiner Jugend, die noch heute toll sind. 7/10
Slaughter Of The Bluegrass – Punish My Heaven
(von Tenza) Eigentlich so gar nicht meine Musik, aber irgendwie ist’s witzig und könnte in gewissen Situationen sogar funktionieren. Vor allem die Stimme des Sängers ist an einigen Stellen wirklich gut. 5/10
Mike Doughty – I Hear The Bells
(von Sorkin) 404. Nicht Punkte. Der Song konnte nicht mehr gefunden werden. Ich hab da jetzt online eine Alternative gefunden und hoffe, dass das der richtige Song ist. Falls ja: Ich mag’s. Der Sänger hat eine schöne Stimmfarbe, bei Dir ich an Alkaline Trio denken muss. Was eigentlich überhaupt nicht passt. Der Song scheint aus Grey’s Anatomy zu sein und ich gebe zu: er klingt auch stark nach einem Song, der gut in emotionale Momente einiger Serien passt. 7/10
Trotz der wenigen Zeit bewerte ich die Bonussongs natürlich wieder mit:
Bodo Wartke – … da wird auch dein Herz sein (von Konzertheld) Mottolied des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentags? ACH DU SCHEISSE. Aber mal zum Song: Er ist das perfekte Beispiel dafür, dass deutsche Lyrics so gut wie nie funktionieren. 0/10
David Rovics – Song For Bradley Manning (von Michael) Eine wirklich schöne Melodie und ein insgesamt wirklich sehr solider Song. Im Refrain hätte der David aber noch mal mehr Power geben können. 6/10
Foy Vance – Hope, Peace and Love (live) (von cimddwc) Ziemlich beeindruckend, dass er das alles allein auf die Beine stellt. Der Gesang grenzt mir stellenweise zu sehr am Schmalz. Der Rest ist wirklich sehr toll und in dem Mix auch sehr eigen. Und eigen ist fast immer gut. PS: Ich nehme die Aussage über den Gesang ein bisschen zurück, denn ab Mitte des Songs wird’s ja noch mal richtig genial. 9/10
Icy Demons – Desert Toll / Spirit Guide (von beetFreeQ) Oh, welche schöne Klänge in meinen Ohren! Ich bin ja auch schon seit Anklicken des Links Fan des Cover-Artworks. Und die Musik passt ausgezeichnet dazu. Der Track ist verspielt und zurückhaltend, aber auf eine richtig gute Art und Weise. 9/10
Kate Nash – Foundations (Live) (von Mars) Ey, nichts für ungut, aber das Lied kennt doch wirklich jeder. Ich höre kein Radio, gucke kein TV und kenne es trotzdem. Anyway: Gefällt mir sehr gut und ist mitunter das Beste, was die Charts zu bieten haben. Und ihr britischer Akzent ist einfach lovely. 8/10
Pinback – Fortress (von Fabian) Früher viel von gelesen, nie angehört. Fehler, wie ich grad merke. Wie ultra-awesome ist der Song, bitte? Das könnte meine Band für den kommenden Frühling werden. Das Video ist übrigens auch ganz groß! WOWOWOWOW, ich bin echt total angetan, der Refrain ist soooo gut. 10/10
Sam Reynolds – Fugitive (von Dr. Borstel) Besonders ab der zweiten Strophe gut. 8/10
VIZA – Fork In The Road (von Konna) Und ich dachte, Konna hätte nur schlechten Geschmack im Angebot. Aber der Song hat irgendwas, das mir gut gefällt, ich aber nicht in brauchbare Worte fassen kann. 7/10

Kristin, 25 Jahre jung, aufgewachsen im Sauerland, jetzt wohnhaft in Hamburg. // PR-Frau, Bloggerin, Gamer Girl, Musikerin, Serien-Freund, Kunst-Liebhaberin, Geek, Bücher-Fan, verliebt, besessen von Portland, OR und Fallout. Ich blogge über alles, was mir in den Sinn kommt und irgendwie mit Kultur zu tun hat, manchmal aber auch über wirren und unwichtigen Mist. Mehr über mich gibt's auf der About Me-Seite.



Hast du “Foundations” nicht sogar mal live gesungen? Anglistik-Party, Karaoke… ;)