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Projekt Hörsturz – Runde 33 (Frauenstimmen)

Wie kürzlich abgestimmt, finden die Bonusrunden beim Projekt Hörsturz nun öfter statt. Diesmal: Frauenstimmen. Ich erwarte eigentlich sehr viel von der Runde. Wenn ich mich an meine musikalische Entwicklung zurück erinnere, fällt mir direkt ein, dass es Phasen gab, in denen ich Frauen am Mikro gehasst habe. Und das, obwohl ich damals selbst mal eine Frau am Mikro war. Mittlerweile hat sich diese Einstellung aber völlig geändert und ich höre richtig viel Musik mit weiblichem Gesang. Das ist sogar so ausgeartet, dass ich mich gar nicht entscheiden konnte, was ich diese Runde vorschlagen soll -- und so ist mein Songvorschlag erst vor wenigen Stunden beim beetFreeQ eingetrudelt. Und weil ich so große Hoffnungen in diese Runde habe, fange ich auch direkt mal an:

Yeah Yeah Yeahs -- Y Control

(von DerGraf) Die Yeah Yeah Yeahs mochte ich eigentlich immer schon gern, aber habe immer verpasst, mich mehr mit denen zu beschäftigen. Eigentlich kenne ich auch nur Black Tongue, der ist aber spitzenmäßig. Y Control macht ebenfalls Spaß, bringt aber nicht so viel mit wie zuvor genannter Song. 3/5

Tarja -- In For A Kill

(von cimddwc) Erst wirkte es sehr post-rockig, dann nach einem Song, den eher ein Mann singen würde und dann ist’s plötzlich losgebrochen. Die Frau hat leider die Art von Stimme, die ich ganz fürchterlich finde. Der Rest des Songs ist gar nicht mal übel, aber ich könnte mir bei einem solchen Sound mal eine gaaaanz andere Stimme als diese fürchterlichen zwei Klischees vorstellen. Vielleicht gibt’s sowas ja auch? 1/5

Agnes Obel -- Beast

(von Dany) Das Feeling stimmt hier auf jeden Fall direkt. Sehr angenehme seichte Stimme und trotzdem kein unspannender Klang. Das gefällt mir eigentlich immer. Der Background im Refrain ist auch außerordentlich gut, und das nicht zuletzt, weil die Stimmen sehr an Frau Joanna New(Awe)some erinnern. Sehr schön! 5/5

Nelly Furtado -- Wait for you

(von David) Bei Nelly Furtado bin ich immer so zwiegespalten. Die Frau hatte den ein oder anderen fantastischen Song (Turn Off The Light), aber auch viel nervige Titel. Genauso gefällt mir ihre Stimme manchmal sehr gut, manchmal gar nicht. Der Song ist ganz gut, hat vor allem einen schönen Refrain. An Turn Off The Light kommt er aber nicht ran. 3/5

The New Pornographers -- My Shepherd

(von JuliaL49) Von denen hab ich schön öfter gelesen, hab aber irgendwie nie wahrgenommen, dass die eine Frau am Mikro haben. Die Gesangsmelodie in diesem Song funktioniert richtig gut, ich brauche aber bestimmt noch 1-2 Durchläufe, damit sich das für längere Zeit in mein Gehör frisst. Schön nichtsdestotrotz. Nur Lyrics wie “You’re my lord, you’re my shepard” könnten ausgetauscht werden, wenn’s nach mir gehen würde. (Ich hab nichts gegen religiöse Lyrics, ziehe es aber vor, wenn das etwas versteckter rübergebracht wird.) 3/5

Azure Ray -- New Resolution

(von Fabian) Das Video finde ich etwas verwirrend und der Song funktioniert besser ohne. Ich finde vor allem die leichten Stilwechsel sehr gut, aber die Stimmen müssten leicht zurück gefahren werden, dann würde es mir noch besser gefallen. Insgesamt ein guter Song, ich werde mir mal mehr anhören. 3/5

Jane Healy -- Colors Of The Night

(von Onkelosi) Furchtbar. 0/5

Broadcast -- The World Backwards

(von beetFreeQ) Uh, wieder etwas, das ich noch nicht kenne. Sehr gut. Der Sound ist schön, der Gesang erinnert mich von der ersten Sekunde an Blonde Redhead (die auch ein fantastischer Vorschlag gewesen wären). Gibt’s da eine Verbindung? Insgesamt gefällt mir die coole Melodie besser als der Gesang, aber auch in Kombination ist es ein schönes Stück Musik. 4/5

CocoRosie -- Beautiful Boyz

(von Khitos) Das kommt mir total bekannt vor. Also, ich kenne CocoRosie und finde sie meistens auch sehr fantastisch, da sehr experimentell. Aber das hier kennt man doch sicher noch woanders her, oder? Helft mir mal. Auf jeden Fall gibt’s Punkte von mir für Experimentierfreudigkeit, denn nichts anderes bringt so wenig Langeweile ins Plattenregal. 4/5

Mates of State -- Get Better

(von mir) Eines der besten Gute Laune-Lieder, die ich kenne. Klappt jedes mal. 5/5


Und weil ich doof finde, dass die Bonussongs so selten bewertet werden, gehe ich mit gutem Beispiel voran:

Arch Enemy -- My Apocalypse (von Tenza) Nicht schön, die hat bestimmt total die kaputte Stimme. Ich hab damals in meiner Band auch immer versucht, rau zu klingen und das macht die Stimme so furchtbar kaputt. Auf jeden Fall lerne ich hiermit, dass Metal einfach nie meine Musik sein wird. 0/5
Aretha Franklin -- The House That Jack Built (von LemonHead) Geht gut ab, aber in dem Stil gibt es einfach Songs, die mir noch mehr gefallen. 2/5
Congregation -- Don’t Pay No Mind (von Nummer Neun) Ziemlich toller Sound und ziemlich tolle Stimme, aber der Song bleibt über die kurze Spielzeit sehr monoton, leider. Da wäre noch Spielraum gewesen. 3/5
Eva Cassidy -- Songbird (von Fini) Seicht ist gut, zu seicht ist nicht gut. Das hier plätschert mehr als das Wasser in meiner Toilette. 1/5
Feist -- My Moon My Man (Boys Noize Remix) (von Kamil) Ich mag Feist und ich mag Boys Noize, jetzt bin ich gespannt auf den Remix. In der ersten Minute geht der Mix nicht auf, später funktioniert’s perfekt. 4/5
Ingrid Michaelson -- Die Alone (von Steve) Schlecht ist das nicht, aber es kann mich auch nicht richtig überzeugen. Dabei ist die Stimme eigentlich sehr schön. Aber insgesamt ist mir das zu radiotauglich und hat zu wenig Ecken und Kanten. 2/5
Lunik -- Little Bit (von Graval) Ich weiß nicht so richtig, was ich von dem Song halten soll. Eigentlich gilt genau das gleiche wie beim Vorgängersong von Ingrid Michaelson. 2/5
Östro 430 -- Ich halt mich raus (von Postpunk) Ach, deutsche Lyrics. Und ich dachte, ich bleibe eine Runde damit verschont. Immerhin scheinen die aus Düsseldorf zu kommen, wenn man den Kommentaren zu dem Video Glauben schenken kann. Musikalisch ist das auch gar nicht übel, wenn die sich eine fähige Sängerin gesucht hätten und ein paar englische Lyrics drauf gepackt hätten, wäre da Potential da. 1/5
Q Lazzarus -- Goodbye Horses (von kasumi) Ich muss gestehen, dass ich den Film immer noch nicht gesehen habe. Der Song ist nicht schlecht, passt aber absolut gar nicht zu meiner aktuellen Gemütslage. 3/5
Roberta Valentini -- Gutes tun (von Sir Donnerbold) Das Musical möchte ich eigentlich gern sehen, aber eigentlich auf Englisch. Jedenfalls mag ich Wizard of Oz sehr gern. Zum Song kann ich nur sagen: Bestimmt nicht schlecht, aber aus dem Kontext gerissen wirkt der absolut gar nicht. 1/5
The Cardigans -- I Need Some Fine Wine And You, You Need To Be Nicer (von Dr. Borstel) Ja, mag ich. Mehr kann ich dazu jetzt auch nicht sagen. 3/5
The Sounds -- Tony the Beat (von Konzertheld) Ein toller Song einer sehr mittelmäßigen Band. Nur im Remix noch besser. 4/5


Schnitt Pflichtsongs: 3,100
Schnitt Bonussongs: 2,166



Mein Vorschlag für Runde 34:


Kategorie: Sound

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12 Kommentare

Ich scheine ja nicht er Einzige zu sein, bei dem zwischen Pflicht- und Bonussongs diesmal Welten klaffen. (Bei dir ist der Unterschied sogar noch größer.) Gut ausgelost, Beety. ;-)


Oh, da muss ich doch mal eine Lance für den Schäfer brechen: das ist kein religiöser Song, sonst hätte ich den garantiert nicht ausgewählt. Außerdem wechseln die Sänger, d.h. meistens singt ein Mann :)


Also die Östros wären relativ gut gewesen wenn sie englische Lyrics anstatt der deutschen Texte ;-) gehabt hätten? Wie wäre es gewesen wenn sie in einem Tuareg Dialekt gesungen hätten? 1-2Punkte mehr?
Wo liegt das Problem bei deutschen Texten?


Arg, stimmt, der Remix von Tony The Beat ist cooler. Die Live-Variante des Remixes ist dann übrigens nochmal cooler, aber live wollte ich euch nicht antun. :D


“Goodbye Horses” lauft bei GTA 4 auch im Radio :D


Och nö, so wenige Punkte für Lunik :( :P Ist radiotauglich immer gleich nicht gut? :)


@Dr.Borstel Ach, so viel Unterschied war da diesmal aber nicht, oder? Trotzdem war das eine recht angenehme Pflichtrunde. Aber seit der Bad Taste-Runde find ich eh vieles besser als vorher. Das hat mich einfach zu sehr geschockt. ;)

@Julia Nein? Oh. Aber “you’re my lord, you’re my shepard” klang so sehr danach. Was meinen die denn sonst damit?

@Postpunkt Ach, ich weiß auch nicht. Es gibt kaum deutsche Künstler, die deutsche Lyrics nach etwas Schönem klingen lassen können. Aber es gibt natürlich Ausnahmen, ich finde auch deutschsprachige Bands gut. Aber eben meist nur in 5% der Fälle. Die meisten deutschen Lyrics haben einfach einen Stock im Arsch und gefallen mir nicht.

@Konzertheld Ich werd’s mir mal anhören, danke.

@Chaosmacherin Ach, GTA4, das muss ich auch mal nachholen.

@Graval Nein, radiotauglich ist nicht gleich schlecht, aber momentan suche ich Musik, die entweder Ecken und Kanten hat, oder so unfassbar winterlich ist, dass sie Schneeflocken kotzt. ;)


Ha, spannendes Thema – und auch sehr interessant, weil ich die Phase auch mal hatte: selber Frau am Mikro sein und eher wenig mit Bands-mit-Frau-am-Mikro anfangen können. Woran auch immer das gelegen haben mag. Muss Dich aber korrigieren, Angelas (Arch Enemy) Stimme ist keine Spur kaputt, die hat eine so unglaubliche Technik, bin da absolut neidisch, weil ich mich an die Art von Gesang nicht rantraue, eben aus Angst vor Schäden … Aber muss mich nun erstmal durch die Liste durchlauschen :-)


Erst Mal: DANKE für die volle Punktzahl. Ich bin echt riesig gespannt, wie der Song insgesamt abschneiden wird.

Wow, Du findest Eva Cassidy doof? Das bricht mir fast das Herz. Ihre gefühlvollen Interpretationen von “Time after time”, “Imagine” und vorallem “Fields of gold” sind der Kracher. Da kann ich stundenlang sitzen und zuhören. Eine ganz tolle Künstlerin mit viel Gefühl in der Stimme. Gut Songbird, ist vielleicht die falsche Nummer, um an sie zu entdecken.


@Dany
Obwohl ich ja sonst eher eine andere Art von Musik bevorzuge geht es mir bei Eva Cassidy auch so. Ihre Songs sind einfach ganz toll interpretiert…mit so viel Gefühl.


@Hannibla Lektor (Erst mal: fescher Nickname!) Ich kann mir schon vorstellen, dass die da eine Technik hat. Im Endeffekt ändert sich meine Meinung da aber nicht: Es klingt einfach absolut nicht schön. Und eine Stimme muss für mich nicht hauchzart und weiblich sein, um schön zu klingen… ;)

@Dany: Gern geschehen! Hatte ja geschrieben, dass es mich an Joanna Newsom erinnert und die Frau ist stimmlich einfach ein Wunderwerk. Hatte mich bloß nicht richtig getraut, sie hier vorzuschlagen. Die hätten bestimmt viele Teilnehmer total kaputt geredet und das war mir dann zu schade. / Ich finde Eva Cassidy bestimmt nicht komplett doof, aber der Song war mir einfach zu langweilig.



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Profilbild Kristin, 25 Jahre jung, aufgewachsen im Sauerland, jetzt wohnhaft in Hamburg. // PR-Frau, Bloggerin, Gamer Girl, Musikerin, Serien-Freund, Kunst-Liebhaberin, Geek, Bücher-Fan, verliebt, besessen von Portland, OR und Fallout. Ich blogge über alles, was mir in den Sinn kommt und irgendwie mit Kultur zu tun hat, manchmal aber auch über wirren und unwichtigen Mist. Mehr über mich gibt's auf der About Me-Seite.

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