Jan 4, 2011
Mass Effect 2: Das Spiel des Jahres 2010 bald auf PS3
Fast zwei Jahre ist es jetzt her, dass mich Mass Effect und sein unglaublich großes und farbenfrohes Universum in seinen Bann zog. Die ausgewogene Mischung aus Rollenspiel und Action-Shooter, die der kanadische Entwickler BioWare 2007 erstmals auf den Markt brachte, hat sich seither zu einer der beliebtesten Videospielreihen des 21. Jahrhunderts entwickelt. So ist es auch kein Wunder, dass der zweite Teil des Science Fiction-Epos, der im Januar 2010 für die Xbox 360 und den PC erschien, in vielen Magazinen und Blogs zum Spiel des Jahres 2010 gekürt wurde. Auch ich bin überzeugt: Mass Effect 2 ist mit Abstand das beste Spiel, das ich in den letzten Jahren spielen durfte. Und da PS3-Nutzer in etwa zwei Wochen (20. Januar) auch endlich in die Welten dieses Games abtauchen können, möchte ich an dieser Stelle Mass Effect 2 Revue passieren lassen.
Vor etwa einem Jahr hielt ich Mass Effect 2 zum ersten mal in den Händen. Erst kurz zuvor hatte ich Teil 1 beendet und war gedanklich noch total in der komplexen Storywelt gefangen. Die Rahmenhandlung: Ihr schlüpft in die Rolle des Commander Shepard (ob männlich oder weiblich steht euch zur Wahl). Auf dem Planeten Eden Prime sollt ihr ein Artefakt bergen, doch dieses zerstört sich selbst und brennt euch lediglich einige Visionen in den Kopf, die euch vor den Reapern warnen. Getrieben von dieser Warnung macht ihr euch auf den Weg, die Galaxie vor der dunklen Bedrohung zu beschützen. (Wer mehr über die Handlung im ersten Teil der Trilogie erfahren möchte, der schaut sich am besten das verlinkte Video unter dem Artikel an.)
Zu Beginn von Mass Effect 2 wird euer Raumschiff, die Normandy, durch einen feindlichen Angriff zerstört und es scheint, als würde eure Spielfigur direkt sterben. Doch eine mysteriöse Organisation und ein mysteriöser Unbekannter stecken hinter eurer Rettung, über die ihr im Laufe des Spiels mehr herausfinden könnt. So kommt es auch, dass ihr – angetrieben durch die unbekannte Kraft – ein großes Team um euch ansammelt, um gegen die Bedrohung zu bestehen.
Genau hier liegen auch die Stärken von Mass Effect 2: Die Story ist von Romanautor Drew Karpyshyn geschrieben worden, der auch an einigen Star Wars-Spielen beteiligt war, und versprüht Spannung, Authentizität und vor allem Flexibilität (und kann übrigens auch in Büchern und Comics weiter verfolgt werden). Kaum ist das Spiel eingelegt, wird man schon in die Geschichte hinein gesogen. In Kombination mit den imposant designten Schauplätzen fühlt man sich schnell wohl auf den einzelnen Planeten. Ich würde am liebsten meine Koffer packen und auf den Planeten Illium ziehen, so futuristisch kuschelig sieht’s dort aus. Das Besondere an Mass Effect 2 im Vergleich zur Konkurrenz: Jede Entscheidung, die ihr im Laufe des Spiels trefft, beeinflusst den weiteren Verlauf der Handlung. Wen nehme ich im Kampf mit und wen lasse ich auf dem Raumschiff? Wie behandle ich andere Rassen? Entscheide ich generell eher mit guter Willenskraft oder bösen Absichten? Schon die Charaktererstellung von Commander Shepard kann sehr divers ausfallen. Dürfen es biotische Kräfte sein oder greife ich eher zum klassischen Gewehr? Und welche Vorgeschichte möchte ich meinem Charakter geben? Ihr seht, es gibt viele Verzweigungen, was Mass Effect zu einem komplexen Universum macht, das auch beim zweiten Durchspielen noch nicht langweilig wird. Es führen nämlich viele verschiedene Wege zum Ziel.
Liebe PS3-Besitzer: Ihr braucht übrigens keine Angst zu haben, dass ihr der Story von Mass Effect 2 nicht folgen könnt oder euch wesentliche Entscheidungen fehlen, weil ihr Teil 1 nicht spielen konntet. Für euch haben sich BioWare und EA was ganz besonderes ausgedacht: In Form eines interaktiven Comics könnt ihr vor Spielbeginn einige Schlüsselsequenzen aus dem ersten Teil nacherleben und wichtige Entscheidungen für den weiteren Spielverlauf treffen. (Ihr bekommt außerdem die Bonusmissionen ‘Kasumi – gestohlene Erinnerung’, ‘Overlord’ und ‘Versteck des Shadow Broker’ geschenkt, die einen Gesamtwert von ca. 20€ betragen.)
Eine weitere Stärke von Mass Effect 2 sind seine Charaktere und deren Entwicklung. Das Team, das ihr um euch ansammelt, müsst ihr eigenhändig rekrutieren. Im Laufe einiger Missionen, die den einzelnen Charakteren zugeordnet werden, könnt ihr als Spieler miterleben, wie die Figuren reagieren, empfinden und sich verändern. Hier hat BioWare ganze Arbeit geleistet. Jede einzelne Figur (mit Ausnahme von Zaeed, der zusätzlich in einem Download-Paket erhältlich ist) wird vollkommen glaubwürdig dargestellt und wächst einem durch ihre Aktionen und die ausgefeilten Dialog-Optionen schnell ans Herz. Da fällt es sicherlich nicht leicht, von irgendwem wieder Abschied zu nehmen – sei es durch euer eigenes Verhalten (erinnere: ihr könnt die Handlung stark beeinflussen, bis hin zum Tod jedes einzelnen Charakters) oder durch Spielen bis zur Endsequenz von Mass Effect 2. Gut, dass wir sie spätestens im Winter 2011 zurück bekommen, wenn Mass Effect 3 hoffentlich in den Läden steht.
Ich habe noch einige Videos angefügt, die das Mass Effect-Universum und die auftretenden Charaktere besonders schön visualisieren. Das erste Video, der Trailer zum Spiel, wurde so fein zusammengeschnitten, dass es mir jedes mal Gänsehaut bereitet, die umfangreiche Welt von BioWares Spiel vor Augen zu haben. Beim zweiten Video wird schnell klar, welch hochkarätige Schauspieler den Charakteren ihre Stimme leihen und mit welcher Intensität sie ihre Rollen einsprechen. Ein weiterer Grund, Mass Effect für all das zu lieben, was es ist. Das letzte Video erklärt den PS3-Spielern, die jetzt schon ungeduldig in ihrem Spielesessel hin und her rutschen und auch endlich das Spielehighlight aus 2010 spielen wollen, was im Xbox 360-exklusiven ersten Teil der Trilogie passiert ist.
Ich kann mit großer Sicherheit sagen, dass Mass Effect 2 mein Spiel des Jahres 2010 ist. Wer sich selbst überzeugen will, kauft die bereits erhältliche Xbox 360- oder PC-Version oder greift ab dem 20. Januar zur Version für die Playstation 3. Und wer mir schon jetzt zustimmt, sollte nicht vergessen, Fan auf Facebook zu werden um allerlei News und Updates zum Spiel zu erhalten.
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Kristin, 25 Jahre jung, aufgewachsen im Sauerland, jetzt wohnhaft in München. // High5-Mädchen, Bloggerin, Videospiel-Fan, Musikerin, Serien-Freund, Kunst- und Tattoo-Liebhaberin, Geek, Leseratte, Brown Toilet Paper Girl, mächtig verliebt, LEGO-Stein-Trägerin, besessen von Portland, OR und Bastion. Ich blogge über alles, was mir in den Sinn kommt und irgendwie mit Kultur zu tun hat, manchmal aber auch über wirren und unwichtigen Mist. Mehr über mich gibt's auf der About Me-Seite.
Hhmmm, das stimmt mich dann doch wieder nachdenklich mir Mass Effect 2 doch zu kaufen. Nach der Demo war ich zunächst etwas abgeschreckt, aber Dein Artikel macht definitiv Lust auf mehr. Mal gucken, vielleicht schlag ich ja tatsächlich zu, sobald ich mit Assassin’s Creed Brotherhood durch bin.