Jan 9, 2013 0
Jahresrückblick 2012 [Oppan Zockwork Style]
Hey, ich hab grad eine Bronchitis, da wird wohl niemand von mir verlangen, lange Einleitungen zu schreiben, oder? Deswegen kurz, aber prägnant: 2012 war dufte. Viele gute Spiele, kaum richtige Flops, aber auch kein neues Spiel für die Ewigkeit. Alles Weitere dann in den Zeilen to come:
Top 5 des Jahres:
FEZ // Kann ich mich selbst zitieren? Mein klarer Favorit ist »FEZ«, ein Xbox-Adventure in Pixel-Optik, dessen Rätsel ich durch Perspektivwechsel und Entschlüsseln von Geheimschriften löste. Das Spiel verlangte etwas, das ich im digitalen Zeitalter fast vergessen hatte: Um alle wichtigen Items zu finden, griff ich zu Stift und Papier und notierte jedes noch so kleine Detail, das mir dabei helfen könnte, die Geheimnisse von »FEZ« aufzudecken. Am Ende des Spiels bot mir ein einfacher Blick auf meine Notizen eine detailreiche Dokumentation meiner Reise durch die thematischen Welten. Das war auch nötig, denn noch Monate später rätselte ich in Foren mit der gesamten Spielerschaft, wie wir das letzte Rätsel, den Schwarzen Monolithen, knacken sollten.
Borderlands 2 // Wenn sich das Spiel des Jahres durch eine einfache Rechnung namens »Zeit + Spaß« definieren ließe, dann hätte »Borderlands 2« ganz klar die Nase vorn. Denn ich hüpfe selbst im Januar noch durch Pandoras weite Welten, lache über jeden schlau-frechen Spruch von Handsome Jack und genieße es, den kuriosen Monstern meine Säure-verseuchten Shotgun-Shells in den Rachen zu ballern. »Borderlands 2« ist von Sekunde Eins bis zum fulminanten Finale ein feuchter Traum von einem Spiel.
Journey // »Journey« war mein Gänsehaut-Erlebnis des Jahres. In knapp vier Stunden schafft dieses Spiel, was viele andere Werke in 20 bis 100 Stunden verzweifelt versuchen: es baut eine irre gute, emotionale Verbindung zum Spieler auf. Das liegt vor allem daran, dass niemand das Spiel allein bereist. Stattdessen wird mir zu Beginn ein Begleiter an die Seite gesetzt, ein anderer Spieler, der irgendwo auf der Welt genau die gleichen Spielmomente erfährt. Und obwohl wir nur über einen einzigen Laut miteinander kommunizieren können, entwickeln wir unsere eigene Technik, unsere eigene Sprache, unsere eigene Welt, unsere eigene Verbindung. Eigentlich wollte ich »Journey« nur anspielen und dann an einem anderen Tag weiter spielen. Tatsächlich aber machte mich der Gedanke irrsinnig traurig, meine unbekannte Reise-Begleitung in den Weiten der Wüste zurückzulassen. Ein wahnsinnig gutes und einzigartiges Gefühl, das mir bislang kein anderes Spiel geben konnte.
The Walking Dead // Die Einen lieben es, die Anderen verstehen den Hype nicht. Bei Episode 1 gehörte ich noch zur letzteren Fraktion, danach packte mich »The Walking Dead« an den Fußgelenken und zog meinen mit Angst erfüllten und vor Spannung zuckenden Körper durch seine zombifizierte Welt. Hype? Ja. Aber: Absolut gerechtfertigt. Das liegt natürlich nicht am eher drögen Adventure-Gameplay, sondern am hervorragenden Writing. Wie die Story präsentiert wird, in welch gutem Tempo Emotionen beim Spieler hervorgerufen werden, wie fein ausgearbeitet die (Haupt)Charaktere sind, wie mit einem Kind als Kernfigur gearbeitet wird, und und und. »The Walking Dead« macht einen schleichenden (Zombie-)Schritt in die richtige Richtung und ich kann es kaum erwarten, mehr dieser mutigen Experimente zu sehen.
Dust: An Elysian Tail // Typisch Summer of Arcade: Ich sollte mich langsam dran gewöhnen, dass der Sommer-Knaller auf XBLA nie das Spiel ist, mit dem ich nach der ersten Ankündigung rechne. Das war schon bei »Bastion« (whoa!) und »From Dust« (meh!) so, und wiederholt sich dieses Jahr mit »Deadlight« (geht okay!) und »Dust: An Elysian Tail«. Das Spiel ist allein deswegen schon spannend, weil es von nur einem einzigen Menschen im Alleingang verwirklicht wurde. Und dann stimmen auch noch Art-Style, Charaktere, Humor, Story und das Gameplay, das sich zwischen Rollenspiel, Metroidvania und Hack’n'Slay wiederfindet. Herausragende Leistung und das wohl unterschätzteste Spiel des Jahres!









Kristin, 25 Jahre jung, aufgewachsen im Sauerland, jetzt wohnhaft in München. // High5-Mädchen, Bloggerin, Videospiel-Fan, Musikerin, Serien-Freund, Kunst- und Tattoo-Liebhaberin, Geek, Leseratte, Brown Toilet Paper Girl, mächtig verliebt, LEGO-Stein-Trägerin, besessen von Portland, OR und Bastion. Ich blogge über alles, was mir in den Sinn kommt und irgendwie mit Kultur zu tun hat, manchmal aber auch über wirren und unwichtigen Mist. Mehr über mich gibt's auf der About Me-Seite.
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